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Anwendung

Handhabung des Systems ProGeo 3D

Status Pro versucht die Messmittel so einfach wie möglich zu gestalten. Die Bildaufnahme ist sehr einfach und wird durch die Software unterstützt. Die Weiterverarbeitung geschieht je nach Anforderung des Kunden.
Für die Vermessung von Ebenheiten werden zum Beispiel keine weiteren Auswerteroutinen benötigt. Die ermittelte Fläche wird ohne zeitraubende Programmierarbeiten automatisiert angezeigt. So kann an jedem Punkt sofort die Abweichung der Höhe angezeigt werden. Die gesamte Auswertung ist auch durch unerfahrene Benutzer binnen 10 Minuten zu erledigen.
Die ProGeo 3D-Software gestattet aber auch wesentlich komplexere Vermessungen. Menügeführt werden hier alle weiteren Schritte erläutert. Selbst ein direkterVergleich mit CAD-Daten ist im Programm bereits integriert. Hier können schnell Reports erstellt und Bauteile vermessen werden.

Software Point Monitor – vollautomatische Auswertung

Software Point Monitor

Basis-Funktionalität

  • Vollautomatische Auswertung ohne Benutzereingriff
  • Umfassende Analyse- und Hilfefunktionen für Bedienung und Interpretation der Ergebnisse
  • Export der Messergebnisse als Text-Datei oder als Referenzdateien für führende Scannermodelle
  • Projekte beliebiger Größe mit 64bit-Technik möglich
  • Standard- und erweiterte Kalibriermodelle
  • Berechnung von Standardabweichungen und Qualitätsheuristiken
  • Simultankalibrierung
  • Abnahme nach VDI 2634

Geometrie-Funktionen

  • Flexible Festlegung des Koordinatensystems
  • Parametrisches Berechnen von ausgleichenden Ebenen, Kreisen und Zylindern sowie Entfernungen und Winkeln
  • Automatische Erkennung von Adaptern für Bohrungen, Kanten, Ecken sowie kundenspezifische Merkmale

Deformationsanalyse

  • Transformation mehrerer Deformationszustände in ein Koordinatensystem
  • Flexible Festlegung von Referenzpunkten
  • Darstellung der Deformationen als Vektorfeld

CAD-Vergleich

  • Import von CAD-Austauschformaten
  • Berechnen und Visualisieren von Soll-/Ist- Abweichungen

Die Leistungsmerkmale können je nach Konfiguration unterschiedlich sein.

Das Thema Genauigkeit

Die Genauigkeit wird mit Hilfe der Richtlinie VDI 2634 bewertet. Die Richtlinie definiert einen Würfel mit sieben Maßstäben wie in Abb. 1 gezeigt. Jeder Maßstab hat vier oder fünf Punkte, deren Abstände mit übergeordneter Genauigkeit bekannt sind. Die Genauigkeit ergibt sich aus der Differenz der bekannten Distanzen und denen vom Photogrammetrie-System ermittelten Längen. Abb. 6 zeigt die Längenabweichung für einen 1 m3 Würfel. Die x-Achse zeigt die Länge, die y-Achse die Abweichungen. Das vierte Bild zeigt die Ergebnisse für einen 2 m x 2 m x 1,5 m Würfel. Die verschiedenen Farben kennzeichnen die unterschiedlichen Maßstäbe.
Die Genauigkeit wird unter anderem von Objektgröße, Objektform, Objekteinsehbarkeit, Kamera, Software, Kamerapositionen, Anzahl der Bilder, Bediener und Maßstabslänge beeinflusst. Genauigkeiten für andere Messkonfigurationen können schlechter sein. Insbesondere Konfigurationen, in denen Punkte nur aus einem begrenzten Winkel einsehbar sind, können höhere Abweichungen aufweisen. Weiterführende Informationen zur Genauigkeit von photogrammetrischen Systemen finden sich bei Luhman, S. 111 (http://dgk.badw.de/fileadmin/docs/c-645). Bei der Genauigkeit existieren die verschiedensten Angaben bei Herstellern von bildverarbeitenden Systemen. Lassen Sie sich nicht täuschen durch theoretisch ermittelte Genauigkeiten.

Softwareansicht
Abb. 1: Zertifizierter "Kalibrierwürfel"
Softwareansicht
Abb. 2: Auswertung der Messungen nach VDI 2634